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Gedankensplitter


„Die Schule für Kranke ist die Schnur zum Leben.“

Dieses Zitat eines erkrankten Kindes fasst die Bedeutung unseres Bildungsangebots für die Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll zusammen. Durch unseren Austausch mit den Herkunftsschulen wirken wir der drohenden sozialen und schulischen Isolation entgegen. Der Unterricht im Krankenhaus unterstützt viele Schülerinnen und Schüler auch psychisch und emotional.

Arbeit einer Schülerin (14 Jahre); Kunstprojekt 2020

Brief einer Schülerin (16 Jahre): „Die ersten Wochen“

„Die ersten Wochen, in denen es mir wieder in der Klinik besserging, waren der absolute Horror. Ich hatte mich dazu entschieden, alleine etwas für die Schule zu machen. Doch es war so viel, so dass ich nicht wusste, wo ich anfangen sollte und so fing ich nie an. Natürlich wurde es immer mehr.

Ich bekam Panikattacken, dass ich das alles nicht schaffen würde, da ich sowie so schon längere Zeit Probleme hatte, mit dem Unterrichtsstoff mitzukommen.

Doch dann kam meine „Rettung“! Eine Schwester schlug mir vor, die Schule für Kranke einmal auszuprobieren.

Anfangs wusste ich nicht recht, wie ich mir das vorstellen sollte und wie das gehen sollte, aber ich entschied mich, es einfach mal zu versuchen.

Letzten Endes war es die beste Entscheidung, die ich zu dieser Zeit treffen konnte.

Frau E. gab mir neue Hoffnung, nicht nur, indem sie mich beim Lernen unterstützte, sondern auch was meine Gesundheit anging.

Sie hatte sich immer ganz nach mir gerichtet, was ich lernen wollte und wie lange. Und nicht nur das, sie blieb oft danach noch da und wir haben dann immer noch lange geredet.

Die Schule gab mir wieder eine neue Aufgabe und ich fühlte mich dadurch besser, wieder menschlich.

Nach meinem doch sehr langen Krankenhausaufenthalt wurde mir klar, dass die „Schule für Kranke“ für meine Genesung auch sehr viel beigetragen hat.

Ich hatte ein bisschen mehr Alltag, zwar nicht meinen normalen Alltag, aber irgendwie doch. Es war mein Schulalltag, nur sehr anders, aber dafür war ich sehr dankbar.

Auch nach meinem Krankenhausaufenthalt ist Frau E. nach wie vor für mich da und wir treffen uns zum Onlineunterricht, so dass ich den riesigen Schulberg gut bezwingen kann.“

 

Zitat einer Mutter:

„Mir ist klar geworden, dass es neben der Hoffnung auf Heilung
auch so etwas gibt wie Hoffnung auf ein erfülltes Leben mit der Krankheit.“

Zitate von Schülerinnen und Schülern:

„Jetzt freue ich mich wieder auf meine alte Schule.“ (Schülerin, 6 Jahre)

„Hier wurde immer Verständnis gezeigt, wenn es einem nicht gut ging.“ (Schüler, 15 Jahre)

„Um ehrlich zu sein, wurde mir hier auch ein bisschen der Spaß an der Schule zurückgegeben.“ (Schülerin, 14 Jahre)

„Ich fand´s cool, dass ich hier ernst genommen wurde.“ (Schülerin, 16 Jahre).

Brief einer Schülerin (11 Jahre):

Nachdenkliches-Brief-einer-Schülerin-11-Jahre